{"id":15,"date":"2012-02-07T16:26:07","date_gmt":"2012-02-07T15:26:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.evenhausen.de\/?page_id=15"},"modified":"2025-01-23T11:37:22","modified_gmt":"2025-01-23T10:37:22","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.evenhausen.de\/?page_id=15","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Siedlungsgeschichte<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Frage nach der <strong>ersten Besiedlung<\/strong> unseres Alpenvorlandes ist schwer zu beantworten. Nach Ende der letzten Eiszeit vor etwa 12 000 Jahren, entwickelte sich auf den Mor\u00e4nenh\u00fcgeln neben den zahlreichen Schmelzwasserseen nur langsam eine Vegetation, die Tieren und Menschen eine Existenz erm\u00f6glichte. Zuerst entstand wohl eine almartige Wiesennarbe. Ab dem 8. Jahrtausend v. Chr. wuchsen bereits Birke, F\u00f6hre und Hasel, sp\u00e4ter auch L\u00e4rche und Ahorn. Durch Ansiedlung weiterer Baumarten wie Buche, Eiche und Tanne entstand im 5. Jahrtausend v. Chr. ein ausgedehnter Mischwald.<\/p>\n\n\n\n<p>Man nimmt an, das schon sehr fr\u00fch Gruppen von J\u00e4gern das Alpenvorland durchstreiften. Die \u00e4ltesten Spuren menschlicher Anwesenheit in unserem Gebiet werden durch Funde von Werkzeugen aus Stein in die Epoche der Jungsteinzeit (4500 &#8211; 1800 v. Chr.) datiert. Zahlreich sind bereits die Funde aus der Bronzezeit (1800 &#8211; 1200 v. Chr.). Aus der Urnenfelderzeit (1200 &#8211; 750 v. Chr.) stammen die ersten sicheren Zeugnisse einer Besiedlung des Gebietes um Evenhausen. Beim Aushub des Bodens f\u00fcr ein Fahrsilo am westlichen Dorfrand wurde 1989 einer der seltenen Brandopferpl\u00e4tze aus der Urnenfelderzeit entdeckt, eine Kultst\u00e4tte, an der Menschen zwischen 1200 und 750 v. Chr. ihren G\u00f6ttern Opfer dargebracht haben. Geopfert wurden meist Teile von jungen Haustieren in Gef\u00e4\u00dfen aus Ton, wobei die Gef\u00e4\u00dfe im Opferfeuer zerbarsten. Ein gro\u00dfe Menge gefundener Scherben geben davon Zeugnis. Ein weiterer Beweis der Besiedlung von Evenhausen stammt aus der R\u00f6merzeit (15 v. Chr. &#8211; 488 n. Chr.). 1947 wurde am s\u00fcdlichen Dorfrand ein 44 x 28.5 cm gro\u00dfes Bruchst\u00fcck einer r\u00f6mischen Grabplatte gefunden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><a href=\"https:\/\/www.evenhausen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/GSTEIN.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-953\" src=\"https:\/\/www.evenhausen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/GSTEIN-192x300.jpg\" alt=\"GSTEIN\" width=\"216\" height=\"337\" srcset=\"https:\/\/www.evenhausen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/GSTEIN-192x300.jpg 192w, https:\/\/www.evenhausen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/GSTEIN.jpg 310w\" sizes=\"auto, (max-width: 216px) 85vw, 216px\" \/><\/a><\/td><td><dfn>Bruchst\u00fcck einer r\u00f6mischen Grabplatte aus Sandstein der Gegend um Nahburg\/Regensburg, gefunden 1947 ca, 500m s\u00fcdlich von Evenhausen.<br>Die Inschrift ist nur mit wenigen Buchstaben in drei Zeilen erhalten, die kaum Aussagen zulassen.<br>(Verbleib: Museum Wasserburg)<\/dfn><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Dass es sich hierbei nicht um einen Verschleppfund handelt, konnte in den Jahren 1990\/91 bewiesen werden. Bei Flurbegehungen im Anschluss an die Untersuchung des mutma\u00dflichen urnenfelderzeitlichen Brandopferplatzes und bei Erdbewegungen im s\u00fcdlichen Neubaugebiet fand man zahlreiche Scherben von Tongef\u00e4\u00dfen gl\u00e4nzend roter Terra Sigillata, dem typischen Geschirr der mittleren r\u00f6mischen Kaiserzeit. Dies war die gr\u00f6\u00dfte Menge an r\u00f6mischer Keramik, die im Raum Wasserburg in den letzten 100 Jahren gefunden wurde. Arch\u00e4ologen des Bayerischen Landesamtes f\u00fcr Denkmalspflege und der Pr\u00e4historischen Staatsammlung best\u00e4tigten, dass in Evenhausen eine T\u00f6pferei bestand, die das hartgebrannte Terra Sigillata Geschirr herstellte und vermutlich ein Zulieferbetrieb der gro\u00dfen r\u00f6mischen T\u00f6pferei in Westerndorf St. Peter bei Rosenheim war. Der Nachweis einer T\u00f6pferei setzt jedoch eine Ansiedlung voraus, mit festen H\u00e4usern und einem Friedhof. Der 1888 geborgene Grabfund von Wimpasing (Gde. Eiselfing) mit seiner zu vermutenden Villa Rustica (r\u00f6mischer Gutshof) erhielt nun ebenso eine feste Verankerung wie die neuen Funde von Kohlgrub, Suranger und Gramelberg. Eine r\u00f6mische Verbindungsstra\u00dfe von Bedaium (Seebruck) \u00fcber Evenhausen nach Wasserburg und \u00fcber den Inn zur Reichsstra\u00dfe Innsbruck &#8211; Regensburg l\u00e4sst sich nunmehr annehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die nach Abzug der R\u00f6mer zur\u00fcckgebliebenen Reste der romanischen und keltoromanischen Mischbev\u00f6lkerung wurden von den Bajuwaren lange als Romanen, Welsche oder Walchen bezeichnet. Diese Bezeichnung \u00fcbertrug sich auch auf ihre Siedlungsorte wie Traunwalchen, Strasswalchen und Walchensee. Ihr Siedlungsgebiet lag meist an Fl\u00fcssen und Seen. Somit kann man vermuten, dass auch die Hofnamen wie Walcher, Walchm\u00fchle und Walch (heute Wachl) bei Evenhausen auf das 6. Jh. zur\u00fcckgehen. Da es sich bei dieser romanischen Restbev\u00f6lkerung meist um Christen handelte, wurden an diesen Orten in der Regel auch die ersten Kirchen gebaut. Die \u00e4ltesten Kirchen n\u00f6rdlich der Alpen trugen r\u00f6mische Patrozinien wie Petrus (Evenhausen), Johannes der T\u00e4ufer, Laurentius und Stephanus. Da ein schriftlicher Nachweis fehlt, kann man daher nur vermuten, dass in Evenhausen im 6. oder 7 Jh. bereits eine Kirche stand. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Beschreibung der inkorporierten Pfarreien von Frauenchiemsee. Darin findet sich folgender Eintrag: vom Namen und vom Patrozinium her ist Evenhausen eine Altsiedlung mit einer Kirche schon zu der agilofingischen Zeit (555 &#8211; 788).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Urkundlicher Nachweis des Ortes<\/h2>\n\n\n\n<p>Die erste schriftliche Erw\u00e4hnung des Ortes Evenhausen findet man in einer Urkunde K\u00f6nig Heinrich IV. gegeben zu Regensburg 1077. Darin erscheint Evenhausen unter jenen G\u00fctern, die Herzog Tassilo III. von Bayern (748 &#8211; 788) das Kloster Frauenchiemsee bei deren Gr\u00fcndung 782 bestiftet hat. Die Kirche in Evenhausen und 46 H\u00f6fe im Pfarrgebiet blieben bis zur S\u00e4kularisation 1803 im Besitz des Klosters Frauenchiemsee.<\/p>\n\n\n\n<p>Die in fr\u00fcheren Aufzeichnungen \u00fcber die Geschichte von Evenhausen vertretene Meinung, dass vermutlich Adelige mit Namen Ebenhauser ihren Sitz in Evenhausen hatten und eine Eigenkirche besa\u00dfen, trifft nicht zu. Als Grundlage f\u00fcr diese Annahme dienten Urkunden des ehemaligen Augustinerchorherrenstiftes Baumburg, in denen Adelige mit Namen Ebenhauser als Pr\u00f6bste vorkommen. Die einem niederen Adel entstammenden Ebenhauser hatten nachweislich ihren Stammsitz in Ebenhausen bei Pfaffenhofen an der Ilm.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00e4lteste noch im Original vorhandene Urkunde des Klosters Frauenchiemsee, in der Evenhausen erw\u00e4hnt ist, stammt vom 11. November des Jahres 1255. Darin tritt Chunrad der Maier (Amtmann oder Verwalter) von Evenhausen als Zeuge auf. Er war Mitglied der Klosterfamilie Frauenchiemsee und leitete den Gro\u00dfbetrieb (Maierei) in Evenhausen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Pfarrei Evenhausen<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Gr\u00fcndung der Pfarrei Evenhausen muss sp\u00e4testens um die Mitte des 14 Jh. erfolgt sein, da in einer Prozessurkunde aus dem Jahre 1467 der in Evenhausen wirkende Priester als Pfarrer bezeichnet wird. Aus dieser Urkunde erfahren wir von einem Streit zwischen Pfarrer Johann Kaufmann von Evenhausen und Kaplan Meilinger von Frauenw\u00f6rth wegen des kleinen Zehent von Schonstett. Aufgrund des jahrelangen Streites, muss Johann Kaufmann 1467 schon mehrere Jahre Pfarrer in Evenhausen gewesen sein. Als Gr\u00fcndungsjahr der Pfarrei Evenhausen wird daher das Jahr 1460 angenommen. Kirchenpatron war urspr\u00fcnglich nur der hl. Petrus. In einer Pfarrbeschreibung der Di\u00f6zese M\u00fcnchen und Freising steht bei Pfarrei Evenhausen: Kirchenpatron hl. Petrus, Titularfeiertag Peter und Paul. Heute werden beide Apostel als Kirchenpatrone verehrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis 1880 wohnten die Pfarrer von Evenhausen im nahen Pfaffing und bewirtschafteten dort einen landwirtschaftlichen Betrieb. Erst 1879\/80 wurde in Evenhausen ein Pfarrhaus gebaut und das Anwesen in Pfaffing verkauft. Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Beitrag zur Geschichte von Amerang aus dem Jahre 1940, verfasst von Dekan Josef D\u00fcrnegger und Oberlehrer Hans Knei\u00dfl. Darin vertreten die Verfasser die allerdings urkundlich nicht nachweisbare Auffassung, dass die sogenannten Urpfarreien Evenhausen, H\u00f6slwang, Obing und Schnaitsee bereits im 8. Jh. gegr\u00fcndet wurden. In Orten wie Pfaffing bei Evenhausen und Pfaffing bei Obing konnten vom Bischof von Salzburg ernannte einheimische Priester ihren Sitz genommen haben. In den naheliegenden Seen war es m\u00f6glich, durch das damals \u00fcbliche Untertauchen zu taufen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Aus der Schulgeschichte<\/h2>\n\n\n\n<p>Wann im Pfarrgebiet von Evenhausen der erste Schulunterricht stattfand, kann urkundlich nicht belegt werden. Einen wichtigen Hinweis k\u00f6nnen uns die Hausnamen Schuler in Hebertsham und Schuler in Hohen\u00f6d geben. Im Jahre 1655 wird in einem G\u00fcterverzeichnis der Besitzer des Anwesens Schuler in Hohen\u00f6d als Schreiner und Lehrer bezeichnet. Aufzeichnungen dar\u00fcber, wo und wie lange bereits vor dem Inkrafttreten des ersten Schulpflichtgesetzes 1802 in Evenhausen Schulunterricht stattfand, sind nicht vorhanden. Dass es mit dem Lehrpersonal und den zur Verf\u00fcgung stehenden R\u00e4umlichkeiten nicht zum Besten stand, beweist ein Bericht der amtlichen Schulnachschau im Jahre 1802. Darin heisst es: &#8222;Enges, finsteres Schulzimmer, hier fehlt es an Schulpersonal und Schulrequisiten&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das Gebiet der Expositur Durrhausen (Stephanskirchen) hat mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit im Schulerhof in Hohen\u00f6d der erste Schulunterricht stattgefunden. Der Schulbetrieb d\u00fcrfte jedoch noch im 18. Jh. ins Vikariatshaus von Durrhausen verlegt worden sein, da nach den Sterbematrikeln von Stephanskirchen &#8220; am 4. Mai 1794 eine Magdalena Heilmayr, geweste Schulmeisterin in Durrhausen&#8220; verstorben ist. Im Jahre 1813 stellte der Vikar von Durrhausen, Franz Sales Linner, bei der k\u00f6niglich bayerischen Distriktverwaltung Wasserburg den Antrag, in Stephanskirchen eine sogenannte Mittelpunktschule zu errichten. Bereits im Herbst 1813 wurde im Mesnerhaus in Stephanskirchen mit dem geregelten Unterricht begonnen. Ab 1816 gingen nun auch die Kinder von den Gemeinden Evenhausen, Sch\u00f6nberg und Kirchensur, ausserdem von Halfurth, Asham, Pichl, Kohlgrub und Reichertsham nach Stephanskirchen zur Schule. Erst 1860 wurde durch Gesetz erlaubt, dass Ortschaften und Gemeinden mit mehr als 25 Kindern eine eigene Schule errichten k\u00f6nnen. 1863 wurde in Evenhausen das erste Schulhaus gebaut. Mit der Errichtung des Schulbezirkes Evenhausen nahm die Zahl der Schulkinder in Stephanskirchen stark ab. Nachdem auch Kirchensur 1876 eine eigene Schule erhielt, wurde der Schulbezirk Stephanskirchen aufgel\u00f6st. Alle Sch\u00fcler der Gemeinde Evenhausen und eines Teiles von Sch\u00f6nberg gingen nun nach Evenhausen. Die einst einklassige, sp\u00e4ter zweiklassige Schule in Evenhausen konnte 106 Jahre ihre Selbst\u00e4ndigkeit bewahren. Im Rahmen der bayerischen Schulreform 1969 wurde der Schulsprengel Evenhausen aufgel\u00f6st und die Schule in die Verbandschule Eiselfing eingegliedert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><a href=\"https:\/\/www.evenhausen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/evenhausen_buch.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-952\" src=\"https:\/\/www.evenhausen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/evenhausen_buch.jpg\" alt=\"evenhausen_buch\" width=\"107\" height=\"140\"><\/a><\/td><td>\n<p><em><strong>Auszug aus dem Buch &#8222;Evenhausen 782 &#8211; 2002&#8220;<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em><strong>&nbsp;Verfasser <\/strong><\/em><strong><em>Konrad Linner sen. <\/em><\/strong>(<a href=\"https:\/\/www.ovb-online.de\/rosenheim\/wasserburg\/heimatforscher-kommunalpolitiker-und-engagierter-ehrenamtler-konrad-huber-senior-aus-amerang-ist-verstorben-91429647.html\">\u271f 2022<\/a>)<\/p>\n<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die \u00e4lteste bekannte Darstellung von Evenhausen<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Jahre 2000 tauchte ein Gem\u00e4lde auf, das u.a. Evenhausen im Jahre 1814 darstellt. Das Bild wurde ziemlich wahrscheinlich vom Evenhausener Maler <strong>Johann Streng<\/strong> erstellt. Das Orginal ist in Privatbesitz<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.evenhausen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/EV1814_01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.evenhausen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/EV1814_01-300x221.jpg\" alt=\"EV1814_01\" class=\"wp-image-948\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<div align=\"center\"><\/div>\n\n\n\n<div align=\"center\">&nbsp;<\/div>\n\n\n\n<div align=\"center\">&nbsp;<\/div>\n\n\n\n<div align=\"center\">&nbsp;<\/div>\n\n\n\n<div align=\"center\">\n<figure><a href=\"https:\/\/www.evenhausen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/EV1814_04.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-951 alignleft\" src=\"https:\/\/www.evenhausen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/EV1814_04-300x229.jpg\" alt=\"EV1814_04\" width=\"300\" height=\"229\" srcset=\"https:\/\/www.evenhausen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/EV1814_04-300x229.jpg 300w, https:\/\/www.evenhausen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/EV1814_04.jpg 610w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/a><\/figure><div style=\"text-align: left;\" align=\"center\"><dfn>Deutlich zu erkennen ist in der Mitte die Pfarrkirche St. Peter und Paul. Weiter unten im Bild das damalige Pfarrhaus (=Pfaffing).<br>Im Umkreis von Evenhausen sind Kirchen und Kl\u00f6ster der mehr oder weniger n\u00e4heren Umgebung, wie &#8222;Schonstett, Kloster Rott, Griesst\u00e4tt, Kloster Attel, Eiselfing, Stephanskirchen, Diepoldsperg&#8220; dargestellt.<br>Links neben dem &#8222;Pfarr-Haus&#8220; ist der &#8222;Lockinger Hof&#8220; zu sehen.<\/dfn><\/div>\n<div style=\"text-align: left;\" align=\"center\">\n<div style=\"clear: both;\">&nbsp;<\/div>\n<figure><a href=\"https:\/\/www.evenhausen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/EV1814_02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-949\" src=\"https:\/\/www.evenhausen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/EV1814_02-300x209.jpg\" alt=\"EV1814_02\" width=\"415\" height=\"289\" srcset=\"https:\/\/www.evenhausen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/EV1814_02-300x209.jpg 300w, https:\/\/www.evenhausen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/EV1814_02.jpg 569w\" sizes=\"auto, (max-width: 415px) 85vw, 415px\" \/><\/a><\/figure><p align=\"right\"><\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: left;\" align=\"center\"><dfn>Das Haus direkt neben Kirche k\u00f6nnte das Geburtshaus des Pfarrer Thomas Stumpf (Mesnerhaus) sein; das Haus rechts davon (gegen\u00fcber der Stra\u00dfe) ist wahrscheinlich beim Streng, und vorm Streng an der Stelle wo das heutige Gasthaus steht die <em>Heimgartschmiede<\/em>. \u00dcber den Hof rechts hinten k\u00f6nnen nur Vermutungen angestellt werden.<\/dfn><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"text-align: left;\" align=\"center\">&nbsp;<\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.evenhausen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/EV1814_03.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"250\" src=\"https:\/\/www.evenhausen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/EV1814_03-300x250.jpg\" alt=\"EV1814_03\" class=\"wp-image-950\" srcset=\"https:\/\/www.evenhausen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/EV1814_03-300x250.jpg 300w, https:\/\/www.evenhausen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/EV1814_03.jpg 524w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<div style=\"text-align: left;\" align=\"center\"><\/div>\n\n\n\n<div style=\"text-align: left;\" align=\"center\">&nbsp;<\/div>\n\n\n\n<div style=\"text-align: left;\" align=\"center\"><dfn>Pfarrhaus\/Pfaffing<\/dfn><\/div>\n\n\n\n<div style=\"text-align: left;\" align=\"center\">&nbsp;<\/div>\n\n\n\n<div style=\"text-align: left;\" align=\"center\">&nbsp;<\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Entwicklung im letzten Jahrhundert<\/h2>\n\n\n\n<p><span style=\"font-size: small;\"><strong>(Ausz\u00fcge aus der Festschrift der Krieger- und Soldatenkamerandschaft Evenhausen von 1984, verfa\u00dft nach den heimatgeschichtlichen Aufzeichnungen des ehemaligen Schulleiters in Evenhausen, Franz Schneider)<\/strong><\/span><\/p>\n\n\n\n<p><cite>&#8222;\u00dcber die neuere Zeit finden wir Anhaltspunkte in den Tagebuchaufzeichnungen des Maler- und Musikantengeschlechtes Streng, welche der Maler und Musiker Anton Alois Streng zu Beginn des 18. Jahrhunderts anlegte und die von seinen Nachkommen weitergef\u00fchrt wurden. Wir erfahren daraus folgendes: [&#8230;] Ein Streng, namens Xaver, arbeitete in Evenhausen als Malermeister in der &#8222;Heimgartschmiede&#8220;, die an der Stelle des heutigen Wirtshauses stand. (Evenhausen hatte damals kein Wirtshaus, die einzige Gastst\u00e4tte war die Tafernwirtschaft in Stephanskirchen.) Dort traf in sein Bruder Anton an. Dieser berichtete von seinem Wohlt\u00e4ter Pfarrer Thomas Stumpf, dessen Geburtshaus neben der Kirche in Evenhausen noch heute den Hausnamen im &#8222;Stumpf&#8220; tr\u00e4gt. Sein Lieblingsaufenthalt war beim Walchm\u00fcller in Achen, wo viel musiziert wurde. In K\u00fcrze hatte er eine Musikkapelle beisammen, mit der er in den umliegenden Ortschaften (auch Wasserburg) bei allerlei Anl\u00e4ssen aufspielte. Erw\u00e4hnenswert w\u00e4ren die beiden die beiden gro\u00dfen Primizfeiern des Ortes, die er mit seiner Kapelle versch\u00f6nern half. Es waren dies die Primizen des Maurermeistersohnes in den Matthias Aicher 1871 einheiratete und des Sebastian Bauer von Locking.[&#8230;] Wir erfahren vin den Tagebuch von Mi\u00dfernten und Kriegswirren. Am 11.12.1800 \u00fcberfielen die Franzosen, von der Schanz zu Wasserburg kommend, Evenhausen und raubten und pl\u00fcnderten hier. DIe Bewohner mu\u00dften sich in die umliegenden W\u00e4lder fl\u00fcchten. Im Jahre 1805 wiederholten sich die Franzosen-Pl\u00fcnderungen, obwohl die Bayern damals an der Seite Frankreichs gegen \u00d6sterreichs k\u00e4mpften. Das Jahr 1816 wird als Hungerjahr mit einer f\u00fcr die damalige Zeit ungew\u00f6hnlichen Preissteigerung erw\u00e4hnt.&#8220;<\/cite><\/p>\n\n\n\n<p><cite>&#8222;Im Jahre 1830 hagelte es am 22.6. derart, da\u00df kein Bauer der Gemeinde das Saatgetreide gewann. Nur Lindach, Eichloh, Fuchstal und Schilchau blieben etwas verschont. Ein Jahr darauf kamen am 4. Mai wieder schwere Hagelwetter, auch das Gespenst der Cholera drohte. 1832 zogen bayer. Truppen, die \u00fcr Griechenland bestimmt waren durch den Ort. W\u00e4hrend 1833 und 1834 Orkane in Evenhausen und Umgebung riesige Verw\u00fcstungen anrichteten, war 1834 vollends ein Jahr des Unheils, denn am 17. Mai wurden durch ein furchtbares Unwetter die Feldfr\u00fcchte v\u00f6llig vernichtet, unter anderem auch Hopfen, der hierorts heute nicht mehr angebaut wird. Eine folgende furchtbare Trockenheit bewirkt, da\u00df alle Brunnen versiegten; [&#8230;]&#8220;<\/cite><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schule<\/h3>\n\n\n\n<p><cite>&#8222;[&#8230;]die Kinder der Gemeinde Evenhausen die Schule in Stephanskirchen besuchten. Schon vorher stand die wissensdurstige Jugend in Winkelschulen die vom Mesner oder des Schreibens, Lesens und Rechnens kundigen Bauern unterhalten wurden, ihre Ausbildung.[&#8230;]Die Stephanskirchner Schule, lie\u00df 1816 der Expositus im Mesnerhaus errichten. Er tat dies auf eigene Kosten und die Schule bestand aus einem einzigen Raum. Die Sch\u00fclerzahl war durchschnittlich 60 und die Schule hielt sich bis 1878. 1863 wurde in Evenhausen ein eigenes Schulhaus errichtet. Die Stephanskirchener Schule, deren 1. Lehrer Franz Barfu\u00df und letzter Lehrer Betz Wilhelm war, sollte vergr\u00f6\u00dfert werden. Das Vorhaben scheiterte aber am Widerstand der Bev\u00f6lkerung und wurde daher 1878 aufgel\u00f6st. Seit dieser Zeit kamen die Stephanskirchner nach Evenhausen zur Schule. Die Schule vergr\u00f6\u00dferte sich seit dieser Zeit durch 2maligen Anbauen in den Jahren 1884 und 1900. Aus der einklassigen Schule wurde eine zweiklassige und durch den Zustrom von Fl\u00fcchtlingskindern in der Nachkriegszeit 1946 (33%), war es m\u00f6glich von Oktober 47 bis Sept.51 die Errichtung einer 3. Klasse zu erreichen. 2 m\u00e4nnliche und eine weibliche Lehrkraft arbeiteten in dieser Zeit an der Schule. Durch den Wegzug arbeitsuchender Heimatvertriebener in Industriegegenden ist die Sch\u00fclerzahl vin rund 150 Sch\u00fclern auf die H\u00e4lfte zur\u00fcckgegangen und die Schule war seit 51 zweiklassig. Ab 1974 wurde der Schulbetrieb in Evenhausen aufgel\u00f6\u00dft.[&#8230;]&#8220;<\/cite> Die Kinder wurden dann bis zum Neubau der Ameranger (Grund-)Schule in der Volksschule Eiselfing unterrichtet. Seit Mitte der 90ern werden die Kinder von der 1. bis 4. Jahrgangsstufe in Amerang unterrichtet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bev\u00f6lkerung<\/h3>\n\n\n\n<p>Die hier aufgef\u00fchrten Bev\u00f6lkerungszahlen beziehen sich &#8211; soweit nicht anders angegeben &#8211; auf das ehemalige Gemeindegebiet der Gemeinde Evenhausen.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Einwohner 1875: 382<\/li>\n\n\n\n<li>Einwohner 1925: 455<\/li>\n\n\n\n<li>Einwohner 1948: 414<\/li>\n\n\n\n<li>Einwohner 1951: 754<br><em>durch Zustrom von Evakuierten und Fl\u00fcchtlingen. (haupts\u00e4chlich aus dem Sudetenland)<\/em><\/li>\n\n\n\n<li>Einwohner 1960: 500<br><em>durch Abwanderung in Industriegebiete.<\/em><\/li>\n\n\n\n<li>Einwohner 1980: 600<\/li>\n\n\n\n<li>Einwohner 2002<sup title=\"Quelle: Gemeinde Amerang\">1<\/sup>: 775<br><em>nur im Ort Evenhausen: 309<\/em><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>\u2192 <a title=\"Karte 1568\" href=\"http:\/\/bvbm1.bib-bvb.de\/webclient\/DeliveryManager?custom_att_2=simple_viewer&amp;pid=233563&amp;res=2&amp;x=1172&amp;y=2003\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Karte von 1568<\/a> (Bayerische Staatsbibliothek), Ma\u00dfstab 1:144000<br>\u2192 <a href=\"https:\/\/geoportal.bayern.de\/bayernatlas\/?lang=de&amp;topic=ba&amp;bgLayer=historisch&amp;catalogNodes=11,122&amp;E=745161.38&amp;N=5324351.15&amp;zoom=11\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Karte um 1860<\/a> (BayernAtlas\/Geoportal Bayern)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"786\" src=\"https:\/\/www.evenhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Uraufnahme_Ortsblatt_1812-1024x786.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1300\" srcset=\"https:\/\/www.evenhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Uraufnahme_Ortsblatt_1812-1024x786.jpg 1024w, https:\/\/www.evenhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Uraufnahme_Ortsblatt_1812-300x230.jpg 300w, https:\/\/www.evenhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Uraufnahme_Ortsblatt_1812-768x589.jpg 768w, https:\/\/www.evenhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Uraufnahme_Ortsblatt_1812-1200x921.jpg 1200w, https:\/\/www.evenhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Uraufnahme_Ortsblatt_1812.jpg 1306w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.bayerische-landesbibliothek-online.de\/ortsblaetter\/suche?id=1670\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bayerische Landesbibliothek Online<\/a><\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Siedlungsgeschichte Die Frage nach der ersten Besiedlung unseres Alpenvorlandes ist schwer zu beantworten. Nach Ende der letzten Eiszeit vor etwa 12 000 Jahren, entwickelte sich auf den Mor\u00e4nenh\u00fcgeln neben den zahlreichen Schmelzwasserseen nur langsam eine Vegetation, die Tieren und Menschen eine Existenz erm\u00f6glichte. Zuerst entstand wohl eine almartige Wiesennarbe. Ab dem 8. Jahrtausend v. 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